8 praktische Tipps für dein Startup – So vermeidest du Fehler, die dich mittelfristig kosten

Bei einer Firmengründung scheint alles möglich, alle Regeln können neu definiert werden und der Horizont der Zukunft ist farbenfroh und glorreich. Aber langfristig habe ich gemeinsam mit Bekannten aus der Start-up-Szene ein paar Tipps zusammengestellt, um dir dabei zu helfen, mittelfristig nicht unnötige Probleme lösen zu müssen.

Inhalt

Geh nicht in die AWS/Azure Cloud. Nutze Hetzner

Clouds sind cool. Aber sie kosten Geld und sie brauchen Kenntnisse. Klar ist es leichter, mit diesen zu skalieren, aber vorher musst du erstmal dein Start-up bauen. Hetzner bietet dir hier eine simple Alternative. Du kannst Cloud-Server, DNS und Load Balancer buchen und Domains verwalten.

Das Ganze viel günstiger und komplett in Deutschland (mit Ökostrom). Der Support ist gut und die Preise kompetitiv.

Nutze WordPress für deine Homepage

Wo wir grade bei Hetzner sind, dort bekommst du auch eine Homepage. Es wirkt zwar billig, einen Shared-Webhoster zu verwenden, für die erste Homepage tut es das aber. Mach hier keine Experimente, nutze einfach das 1-Click-Setup vom Provider, kauf dir ein nettes Template bei Themeforest und für 100 € hast du schonmal eine Homepage stehen.

Das bietet dir die Freiheit, hier später die Seite zu erweitern und du bist nicht ewig mit der Erstellung eines eigenen Themes beschäftigt.

Fang mit Google-Workspace an

Nachdem du dir deine Domain bei Hetzner geholt hast, brauchst du Mails. Die günstigen Mailpakete (welche auch Hetzner bietet) sind verlockend, aber für ein Business nicht geeignet. Nicht ankommende Mails, Kalender die nicht syncen, und verlorene Dateien können dich viel mehr kosten als eine gute Mail-Lösung.

Google bietet mit seinem Workspace (früher GSuite) eine Lösung an, welche sich für Start-ups etabliert hat. Mit Mails, Kalender und Cloud-Space sind die Grundlagen gegeben und die Einrichtung ist in 30 Minuten abgeschlossen. Zudem bietet Google Support für das Produkt an und skaliert mit der Mitarbeiteranzahl. Hast du Erfolg mit deinem Start-up, kannst du problemlos hunderte User einbinden.

Der größte Vorteil ist jedoch das geringe Onboarding für neue Mitarbeiter. Die meisten kennen die Google-Produkte privat und kommen damit auch zurecht. Zudem verhinderst du, dass irgendwelche privaten Google-Accounts für „Login mit Google“ verwendet werden.

Ein weiterer Bonus: Viele Tools funktionieren direkt mit Google-Workspace. Alternativ geht auch Microsoft Office 365 für Business, das ist aber schwerer einzurichten.

Nutze Microsoft Office

Nun haben wir zwar Google-Workspace, welches ein eigenes Office-Packet mitbringt, aber trotzdem solltest du dir echtes Office leisten. Viele der Tools sind einfach besser und vereinfachen die Arbeit. Außerdem wirst du im Kontakt mit Geschäftspartnern oft .docx- oder .xlsx-Dateien erhalten, welche nur in Microsoft Office korrekt funktionieren. Klar gehen LibreOffice und Konsorten auch für kleine Textbearbeitung, du willst aber kein Referat in der 9. Klasse vorbereiten, sondern ein Geschäft aufbauen.

Office-Lizenzen bekommst du oft günstig bei Keystores wie MMOGA.

Biete Remote-Arbeit an

Früher oder später brauchst du Mitarbeiter. Also keine Gründer mit Anteilen, sondern Arbeitskräfte mit Gehalt, 40 Stunden und Urlaubsanspruch. Diese zu finden kann oft schwer sein, warum sollte jemand das Risiko eingehen, bei einem Start-up zu arbeiten, wenn er in der Industrie mehr verdient und der Arbeitsplatz sicherer ist?

Du musst also interessanter sein. Natürlich ist es spannend, ein Unternehmen mitaufzubauen oder eine Teamatmosphäre zu haben, aber der Spaß am Kickertisch hat seine Limits. Mit permanentem Homeoffice erweiterst du deinen Kandidatenpool enorm, da du nicht auf dein Einzugsgebiet limitiert bist. Zudem kannst du regionale Lohnunterscheide nutzen. Auch Freelancer lassen sich einfacher einbinden und du sparst dir die Suche nach ständig wachsenden Büroräumen.

Bonus: Du musst dich nicht um den nervigen Büroalltag mit seinen persönlichen Konflikten, Streit um die Kaffeemaschine oder Schreibtischplatzierung kümmern.

Betreibe lieber nur einen Social-Media-Kanal

Wenn man mit Social Media beginnt, will man alles betreiben, aber praktisch ist das viel Arbeit und bleibt oft liegen. Analysiere zuerst, auf welcher Plattform deine Zielgruppe aktiv ist, und betreibe erstmal einen Social-Media-Kanal anständig bevor du weitere angehst.

Fokus auf das verdammte Produkt

Du kannst deine Organisationsstruktur und deine Planung nicht verkaufen. Der Fokus muss vor allem in der Anfangsphase auf dem Produkt liegen. Ein gutes Produkt mit schlechtem Marketing zu verkaufen ist nachhaltiger als umgekehrt. Lass dich nicht ablenken von den vielen To-dos, die anfallen, sondern stelle dir immer die Frage: Funktioniert das Produkt?

Lerne Gemeinkostenstückrechnung

Es hört sich langweilig und trocken an aber es gibt einen Grund, warum selbst Berufsschüler dies eingeprügelt bekommen. Die Kostenstückrechnung ist die Grundlage, um zu ermitteln, wie teuer dein Produkt sein muss und wie viel Stück/Abos/Verträge du absetzen musst, um Geld zu verdienen. Das musst du nicht auswendig können aber es sollte ein wichtiger Bestandteil der Geschäftsentscheidungen sein. Besonders bei kleinen Produkten mit weniger als 250 € Monatsumsatz pro Kunde solltest du regelmäßig prüfen, ob du überhaupt Geld verdienst, oder zumindest wissen, wie viel du verlierst.

Das ist besonders wichtig für Marketing und Rabatte. Dein Marketingteam kann somit in Verbindung mit einer Customer Life Time die Customer Acquisition Cost überwachen und ROIs berechnen.

Ich hoffe mit diesen Tipps läuft es in deinem Startup gut an und du findest deinen Erfolg!

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Dominik Sichling

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